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Epilepsie Behandlungen in Wien

Epilepsie

Ungefähr 4-5 % aller Menschen erleiden einmal in ihrem Leben einen epileptischen Anfall, aufgrund irgendwelcher besonderer Vorkommnisse/Auslöser (sog. provozierter Anfall). An einer Epilepsie dagegen, also an einer Erkrankung bei der ohne Auslöser immer wieder Anfälle auftreten, leiden nur ca. 0,5-1 % der Bevölkerung in Österreich. Im Kindesalter und im höheren Lebensalter ist die Wahrscheinlichkeit, an einer Epilepsie zu erkranken, am höchsten. Im Kindesalter handelt es sich meist um angeborene (genetisch bedingte) Epilepsien, im höheren Lebensalter dagegen meist um erworbene Epilepsien, die durch Veränderungen im Gehirn (wie beispielsweise bei Schlaganfällen, Unfällen oder Hirntumoren) entstehen. Daher ist es gerade nach dem ersten Anfall notwendig durch eine sorgfältige Abklärung herauszufinden, ob es sich um einen einmaligen Anfall oder um eine Epilepsie handelt aber auch ob eine behandelbare Ursache (wie beispielsweise ein Hirntumor) für die Epilepsie besteht.

 

Bei epileptischen Anfällen kommt es zu einer ungehemmten Entladung von Nervenzellverbänden im Gehirn. Sie können „generalisiert" ablaufen und führen dann durch die Einbeziehung großer Hirnabschnitte immer zu einem Verlust des Bewusstseins, häufig auch zu Sturz und Verkrampfungen des Körpers. Davon unterschieden werden die fokalen Anfälle, bei denen das Bewusstsein oft erhalten ist und gleichförmige Körperwahrnehmungen oder Bewegungen auftreten. Dies können z.B. das Sehen vertrauter Bilder, die Wahrnehmung eines bestimmten Geruchs oder Zuckungen eines Armes oder Beines sein. Fokale Anfälle können in generalisierte Anfälle übergehen.

Für die Diagnose ist es zunächst wichtig, sich den Anfall genau beschreiben zu lassen (idealerweise nicht nur durch den Patienten sondern auch durch Menschen, die einen solchen Anfall beobachtet haben (auch eine kurze Filmaufnahme eines solchen Anfalles mittels Mobiltelefon kann hier sehr hilfreich sein). Die definitive Diagnose erfolgt dann mittels Hirnstrommessung (EEG: Elektroenzephalogramm). Mittels Magnetresonanztomographie werden mögliche Auslöser der Anfälle, wie Narben, Tumoren oder Schlaganfälle gesucht.

Die Behandlung besteht meist in der Gabe von Medikamenten (sog. Antiepileptika/Antikonvulsiva). Dafür steht heute eine Vielzahl moderner und gut verträglicher Medikamente zur Verfügung. Ca. 60-70% der Menschen mit einer Epilepsie werden unter einem Medikament anfallsfrei und können ein normales Leben führen. Manchmal kann es auch notwendig sein, zwei oder mehr dieser Medikamente zu kombinieren, um eine zufriedenstellendes Ergebnis zu erreichen. In jenen Fällen, wo trotz intensiver Medikamentenbehandlung keine Anfallsfreiheit erzielbar ist können auch andere Methoden bis hin zur epilepsiechirurgischen Verfahren oder der Implantation von Stimulatoren zum Einsatz kommen. In solchen Fällen arbeite ich mit der Epilepsieambulanz der Univ. Klinik für Neurologie in Wien unter der Leitung von Fr. Univ. Prof. Dr. Ekaterina Pataraia (www.meduniwien.ac.at) zusammen.

 

Eine Epilepsie hat für den Betroffenen vielfältige Auswirkungen auf das Alltagsleben, so zum Beispiel auf die Fahrerlaubnis, die Sicherheit am Arbeitsplatz, die Freizeitgestaltung und die Familienplanung. Eine eingehende Beratung in diesen Themenbereichen ist daher ein wichtiger Bestandteil meiner Betreuung.

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